Mein Sohn- ein Hindernis für die Ausbildung?

3.30 Uhr, der Wecker klingelt!

Die gleiche Tortur wie jeden Morgen. Erst Badezimmer und dann ab in die Küche – das Frühstück für den Kleinen vorbereiten. Die Augen gehen noch nicht einmal ganz auf, aber ich muss zu 100% da sein! Also ab ins Kinderzimmer und den Sohn wecken. Weinen, schreien und absolute Unzufriedenheit schlagen mir dann um 4.30 Uhr entgegen. Klamotten zusammen suchen und frühstücken. Der erste Kaffee hebt die Laune. Dann geht’s auf zur Kita. Wieder einmal fast der Einzige im Bus, und dann immer diese vorwurfsvollen Blicke vom Fahrer, die mir sagen: „Was ist das für ein Vater und warum muss das kleine Kind um diese Zeit schon durch Berlin fahren?“. An der Kita angekommen ist es kurz vor 6.00 Uhr. Wieder heißt es warten! Das erste Kind das morgens gebracht wird – jeden Morgen! Zurück in den Bus und hoffen es noch pünktlich zur Station zu schaffen. Natürlich Verspätung! Ich komme 10 Minuten zu spät zur Arbeit. Mein Versuch mich zu erklären geht schief. „Dann müssen Sie eben früher aufstehen!“.

Ich liebe meinen Beruf wirklich sehr! Und ich bin mit Herzblut dabei, aber die Arbeitszeiten könnten nicht ungünstiger sein. Pflegenotstand in Deutschland, das hört man an jeder Ecke! Genau deswegen sollte man versuchen junge alleinerziehende Menschen die Chance zu bieten in diesen Bereich einzusteigen. Als junge alleinstehende Eltern brauchen wir Verständnis und Flexibilität am Arbeitsplatz, um die Ausbildung unter den gegebenen zusätzlichen Herausforderungen im Familienalltag zu meistern.

Die Ausbildung zum Altenpfleger ist nur unter der Voraussetzungen zu meistern, dass alle Kollegen an einem Strang ziehen und man sich auch als Auszubildender traut, seine Situation zu erklären.

About Tim Anders

Tim, 21 aus Berlin. Fußball und MMA sind meine größten Interessen. Mache eine Ausbildung zum Altenpfleger in Berlin/ Köpenick. Momentan im 1. Lehrjahr.

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