Bahnhofsmission Berlin-Zoo

In unserer Schule ist das zu einer Tradition geworden, zur Weihnachten Päckchen für die Bahnhofsmission zu packen. Es werden jedes Jahr immer mehr Päckchen gepackt und zum Bahnhof Berlin-Zoo gebracht. Viele von uns haben etwas gekauft, was man so im alltäglichem Leben braucht, wie Körperpflegemittel, warme Socken, Schals und Ähnliches.

Päckchen für Bedürftige
Päckchen für die Bahnhofsmission

Die Arbeit der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoologischer Garten konzentriert sich stark auf Unterstützung für Bedürftige. Viele Ehrenamtliche aller Generationen kommen hier mit Hauptamtlichen zusammen, um Essen, Bekleidung, Schlafsäcke und vor allem ein offenes Ohr anzubieten. Außerdem finden hier regelmäßige Andachten für Menschen statt, die auf der Straße leben. Vor der Tür ist ein Gedenkbaum für Menschen, die auf der Straße verstorben sind.“

Bahnhofsmission
Eingang zur Bahnhofsmission

An dieser Stelle möchte ich Euch gern etwas über die Geschichte der Bahnhofsmission erzählen. Die erste Bahnhofsmission in Berlin wurde schon 1894 gegründet. Evangelische und katholische Bahnhofsmissionen traten gemeinsam auf. Das gute Miteinander führte 1910 zur Gründung der heutigen „Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission in Deutschland“ (KKBM), der ältesten ökumenischen Struktur auf dem Gebiet der offenen sozialen Arbeit.

In den 20er Jahren, nach dem 1.Weltkrieg, kümmerte sich die Bahnhofsmission um zurückkehrende Soldaten, Flüchtlinge, amnestierte Strafgefangene sowie Auswanderer.

In den 30er Jahren hat die Bahnhofsmission Schutz für allein reisende Kinder, Landhelfer und arbeitslose Jugendliche geleistet, bis sie 1939 vom NS-Staat verboten wurde.

Nach dem 2.Weltkrieg, 1945, waren viele Menschen unterwegs, Familienmitglieder suchten einander. Heimkehrer aus dem Krieg, Vertriebene und Flüchtlinge nahmen die Hilfe der Bahnhofsmission in Anspruch.

Ab 1949 begann die Hilfe für Interzonenreisende. Die östlichen Bahnhofsmissionen wurden von den Behörden der DDR wegen Spionage verboten und einige Mitarbeiter inhaftiert.

Ab 1960 kamen viele ausländische Arbeitnehmer in die BRD, für diese wurden die Bahnhofsmissionen die erste Hilfe.

In den 70er Jahren suchten zunehmend Arbeitslose die Hilfe der Bahnhofsmission.

In den 80er Jahren setzte sich die Bahnhofsmission für die Aussiedler und die Asylsuchenden mit ihren Sprach- und Orientierungsschwierigkeiten ein. Die erste Hilfe für wohnungslose Menschen in einem sozialen Brennpunkt Bahnhof stellt eine hohe Herausforderung dar.

Seit den 1990er Jahren wird die Bahnhofsmission wieder zunehmend als Schutz in Anspruch genommen.

Die durchgängigen Zeichen der Bahnhofsmission bleiben die uneingeschränkte, gleiche Würdigung aller Menschen, Hilfe und Begleitung in Notsituationen, das ehrenamtliche Engagement vieler Mitarbeiter sowie das ökumenische Miteinander.

About Myroslava Mahler

Ich komme aus der Ukraine, bin verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 11 und 20 Jahren. Seit Oktober 2014 lerne ich in einer katholischen Schule Altenpflege. Den praktischen Teil der Ausbildung absolviere ich bei Caritas Altenhilfe. Beides macht mir sehr viel Spaß.

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